Irgendwann im Laufe diesen Jahres stellte ich für mich fest, dass ich meine Ernährung umstellen will. Im Internet machte ich mich über den Veganismus schlau. Aber auch ohne eigenes Engagement kam man um das Thema „Vegan“ dieses Jahr nicht herum. In allen Medien ist das Thema präsent und ehe man sich versieht hat man 1, 2, 3… vegane Restaurants in seiner Stadt. Zumindest konnte ich das hier in Münster beobachten.

Mit welchen Voraussetzungen bin ich gestartet?
Ich würde sagen, dass ich unterdurchschnittlich viel Fleisch gegessen habe. Hier mal Frikadellen, da mal ’ne Bratwurst, im Sommer ein Steak auf dem Grill und ab und zu Hähnchen, Weißwurst und Döner. Insgesamt doch schon eine Menge wenn ich mir das mal so anschaue. Nun gut. Jetzt steht man vor der Aufgabe seine Essgewohnheiten umzustellen.

Tipp: So eine Gewohnheitsumstellung braucht Zeit. Ein „von 0 auf 100“ Umschwung ist lobenswert, birgt aber die Gefahr, dass man schnell überfordert ist und aus Frust wieder zu Fleisch, Käse oder sonstigem greift. Daher besser: Peu à peu, poco a poco, nach und nach.

Schritt 1:  Tierische Lebensmittel identifizieren & Konsum reduzieren
Als erstes muss man sich fragen, welche tierischen Produkte man regelmäßig konsumiert und am liebsten zu sich nimmt. Dann sollte der erste Schritt darin bestehen, den Konsum zu reduzieren. Vorteil: Man kann immernoch alles genießen und bekommt kein Gefühl von Verzicht. Dieses Gefühl wäre zu Anfang ein Motivationskiller.

Schritt 2: Vegane Rezepte ausprobieren & auf den Geschmack kommen
In der Umstiegsphase ist es hilfreich zwischendurch immer mal wieder vegane Rezepte auszuprobieren, um sich a) vor Augen zu führen, was man eigentlich alles als VeganerIn essen kann und b) auf den Geschmack zu kommen. [Bald kommt auf dem Blog ein Linsen-Kirchererbsen Rezept, das einfach super schmeckt. Garantiert!]

Schritt 3: Vegane Milch- und Käseprodukte ausprobieren
Da man auch im Alltag und auf der Arbeit vegan sein/bleiben möchte, bietet es sich an, v.a. für Müsli-, Kaffee- und Pizzaliebhaber, vegane Milchprodukte (Milch, Joghurt, Käse) auszuprobieren. Es gibt, besonders von Alpro, viele verschiedene Milchvarianten, die man testen kann (Hafer-, Mandel-, Soja- oder Reismilch). Mir schmeckt besonders die Soja- und Reismilch.

Schritt 4: Eigenen veganen Speiseplan zusammenstellen – Ohne Verzicht
Wenn man es bis hier her geschafft hat, besteht der letzte Schritt nur noch darin, sich seinen eigenen veganen Speiseplan zusammenzustellen, sodass man mit gutem Gewissen tierische Produkte zu 100% meiden kann und sogar möchte.
Mit der Zeit kommen automatisch immer neue Rezepte dazu. Mittlerweile gibt es auch viele vegane YouTube Kanäle und Instagram Accounts auf denen man sich Inspirationen und Appetit holen kann. [z.B. BonnyRebecca oder Attila Hilmann]

Ich befinde mich zur Zeit bei Schritt 3. Fleisch habe ich zu 90% von meinem Speiseplan gestrichen. Meine Herausforderung: Eine vegane Milch für den Kaffee zu finden. Da tue ich mich noch schwer mit. Habt ihr Ideen?

English version

At some point during this year I realized for myself that I want to change my diet. On the Internet, I read a lot about veganism. But even without actively researching about it, veganism was everywhere. From one moment to another you have 1, 2, 3 … vegan restaurants in your city. At least I can see this here in Münster.

What are my prerequisites?
I’d say I’ve eaten a lot of meat below average. Sometimes meatballs, bratwurst, a steak on the grill in summer and occasionally chicken, white sausage and kebab. Altogether it’s quite a lot when I look at the list. Well. Now it is about to change your eating habits.

Tip: Changing habits takes time. A 100% turnaround is praiseworthy, but involves the danger of getting quickly overwhelmed and making you eat meat, cheese or other things again. Better: Peu à peu, poco a poco, step by step.

Step 1: Identify animal food & reduce consumption
First, you have to ask yourself which animal products you consume regularly. Then the first step should be to reduce consumption. Advantage: You can still enjoy everything and do not get a sense of renunciation. This feeling would initially be a motivation killer.

Step 2: Try vegan recipes & taste them
In the transitional phase, it is helpful to try vegan recipes now and then, in order to: a) demonstrate what you can eat as a vegan and b) develop a new taste. [Soon on the blog comes a lentil-chickpea recipe, which simply tastes great. Guaranteed!]

Step 3: Try vegan milk & cheese products
As you want to stay / be vegan in everyday life and at work, it is a good idea, especially for muesli, coffee and pizza, to try out vegan dairy products (milk, yoghurt, cheese). There are many different varieties of milk, especially from Alpro, which can be tested (oat, almond, soy or rice milk). I really like the soya and rice milk.

Step 4: Compose your own vegan diet – without renunciation
If you’ve made it to this point, the last step is to create your own vegan diet, so that you can avoid 100% of animal products, and even want to.
Over time, you add new recipes automatically. Meanwhile, there are also many vegan YouTube channels and Instagram accounts on which you can get inspiration and appetite. [E.g. BonnyRebecca or Attila Hilmann

I am currently at step 3. I have deleted 90% of meat in my diet. My challenge: Finding a vegan milk for coffee. For me, that’s the hardest part. Do you have ideas?